HappyEnd für Rayo

Nun bin ich seit 2 Monaten in Lörrach. Das ist ja hier ein ganz anderes Hundeleben. Auf La Palma war ich immer draußen und konnte ziemlich viel alleine die Welt erkunden. Wenn ich meine Geschäftchen erledigen musste, fand sich immer sofort ein Plätzchen- na ja, ich war dort eben ein sehr selbständiger kleiner Welpe. Geschlafen habe ich auf La Palma auch schon bei meinen neuen Menschen, Christel und Eick, aber immer bei offener Tür. In Lörrach gibt es keine offenen Türen nach draußen. Sehr verwirrend das alles!

Schon allein die Reise hierher, was ich da alles erlebt hab 

---  Allein in der Box im Flugzeug aushalten 

---  Mitten in der Nacht haben meine Menschen mich durch große Hallen geführt, überall roch es ganz irre

---  Aufzug fahren

---  Rolltreppe fahren, zuerst auf Frauchens Arm, dann alleine – Füße richtig aufsetzen, damit nichts eingeklemmt wird – hat alles prima geklappt

---  Lange warten auf dem Bahnsteig

---  Zug fahren

---  Zu Hause ankommen - und ein Körbchen zum Schlafen

Nach dieser 14 Stunden-Reise war ich erst einmal total erschöpft.

Und jetzt nach 2 Monaten bin ich schon ein ganz ausgefuchster Lörracher – ich weiß wo es lang geht. Die Wohnung ist inzwischen auch mein Reich. Es gibt unendlich viele Terrassentüren, die aber immer zu sind, weil die Menschen frieren und nur dick angezogen mit mir nach draußen gehen. Ich find's cool draußen im Schnee und in der klirrenden Kälte herumzutoben.

Morgens kann ich es gar nicht erwarten, bis ich zu meinen Freunden komme. Wir treffen uns um 8.30 Uhr und dann geht es los: jagen, raufen, Stöckchen holen usw. manchmal sind wir 8 und manchmal eben nur 5 aber das reicht auch. Wenn ich da so rumtobe, dann höre ich fast nie, wenn mein Frauchen ruft. Wenn die anderen gerufen werden, dann schau ich auch mal, ob Frauchen irgendwo ist und wenn ich zu ihr laufe, dann freut sie sich total und ich krieg dann auch immer ein Leckerchen. Wenn keine Hunde in der Nähe sind, gehorche ich aufs Wort, ich geh ja auch in die Welpenschule. In der Schule denke ich manchmal, dass mein Frauchen mehr lernen muss als ich, ich kann nämlich immer alles sofort.

Außer Christel und Eick gibt es noch die Enkel, Desiree und Joshua. Wenn die da sind, dann ist hier wenigstens mal richtig was los, das ist anders als nur mit den Oldies!

Übrigens Leckchen, das ist auch so eine tolle Sache. Immer wenn ich meine Sache gut mache, bekomme ich eins. Wenn mir das Leckerle nicht so super schmeckt, dann tu ich einfach mal, was ich will. Käse und Wiener Würstchen sind das non plus ultra.

In zwei Monaten habe ich mich von einem kleinen Kuschelbären zu einem richtigen Hund entwickelt. Zuerst sind mir alle Hundefreunde beim Spielen davon gelaufen und ich musste immer die Kurven schneiden, wenn ich mal wieder auf die anderen treffen wollte. Inzwischen bin ich der Größte und Schnellste – na ja, nicht ganz – Charly ist vielleicht einen cm größer und nur manchmal ein bisschen schneller als ich. Die werden sich alle noch wundern!

Familie D. aus Lörrach