HappyEnd für Hanna

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 das war mal ich und...      

 

...so fing alles an: Ich lebte alleine auf einem eingezäunten Grundstück. Ab und zu kam ein Mensch, der sich aber mehr um die Bäume, als um mich kümmerte. Nur die von einer Nachbarin über den Zaun geworfenen Futtergaben erhielten mich am Leben. Als diese sah, dass mein Fell so verfilzt war, dass ich mich kaum noch bewegen konnte, befreite sie mich im November 2013 aus meinem „Gefängnis".

 

Von da an ging es aufwärts.

Nachdem man mich von Filz und lästigen Mitbewohnern befreit hatte sah ich erst einmal ziemlich gerupft aus.

Durch die gute Versorgung auf der Pflegestelle wuchs das neue Fell schnell und ich konnte schon bald einen richtigen Haarschnitt erhalten.

 

 

 

   Nun hoffte ich zusammen mit meiner       Pflegerin, dass ich auch im Alter von 7 Jahren noch die Chance auf eine bessere Zukunft bekomme.

Denn schließlich ist das doch nicht einmal „Halbzeit" und nach den schlechten Jahren muss es doch auch für mich noch ein paar schöne geben.

 

Und das Schicksal hat es tatsächlich gut mit mir gemeint, denn das Leben gleicht manchmal einem Puzzle.

Im Rheingau ging am 29.01.14 eine Art- und Landesgenossin von mir im Alter von 16 Jahren über die Regenbogenbrücke und hinterließ zwei tieftrauernde Menschen, die genau wie ich auch nicht mehr ganz jung, aber dennoch recht fit sind.

Nach vielen Gesprächen stand der Entschluss fest, dass ich diesen Traumplatz besetzen darf und so zog am 16.02.14 in meinem neuen Zuhause ein.

Da ich einfach nur brav bin, habe ich mich ganz schnell dort eingelebt. Nun regle ich den Tagesablauf der Beiden und bin sicher, dass meine Anwesenheit die Trauer um meine Vorgängerin langsam verblassen lässt.

Ich lerne jeden Tag etwas Neues, von dem ich noch gar nichts ahnte. Begleite mein Frauchen in die Stadt, ins Gasthaus oder durch die Weinberge und habe mittlerweile das gesamte Haus vom Keller bis zum Dach erkundet. Toll ist es auch, mit Hundekumpels über die Wiesen zu rennen – da gebe ich richtig Gas!

Eine feste Burg ist mein weich gepolsterter Korb in der Küche, in den ich mich gerne zurückziehe,  wenn ich mal eine Pause brauche.

Denn ab und zu kommen die Enkelkinder zu Besuch und da gibt es viele zusätzliche Spiel- und Streichel-einheiten. Also ich finde es gut; hier möchte ich alt werden. Ich danke meinen Rettern auf La Palma, dass sie nicht weggesehen und mir eine liebenswerte zweite Lebenshälfte ermöglicht haben.

Grüße von Eurer zur Schönheit gereiften Hanna

aus Eltville im März 2014